Postfuhramt - Berlin - Berlin - Germany
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N 52° 31.510 E 013° 23.569
33U E 390965 N 5820664
Quick Description: Das Postfuhramt (früher: Kaiserliches Postfuhramt) ist ein repräsentatives Backsteingebäude an der Oranienburger Straße im Berliner Ortsteil Mitte des gleichnamigen Bezirks
Location: Berlin, Germany
Date Posted: 10/22/2021 8:25:56 AM
Waymark Code: WM155WR
Published By: Groundspeak Premium Member pmaupin
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Long Description:
DE:
Das Postfuhramt (früher: Kaiserliches Postfuhramt) ist ein repräsentatives Backsteingebäude an der Oranienburger Straße im Berliner Ortsteil Mitte des gleichnamigen Bezirks. Es wurde 1881 fertiggestellt und war seinerzeit eines der größten Behördenbauwerke in Berlin. Seit 1975 steht es unter Denkmalschutz.

Vorgeschichte
Seit 1713 stand auf diesem Grundstück ein Wohnhaus für Postillone – das waren private Fuhrleute, die im Auftrag der Post die Beförderung von Personen und Postsendungen erledigten. Nach 1766 befand sich hier die Posthalterei mit Wohnräumen des königlichen Posthalters, eines Generalunternehmers, der alle Fuhraufgaben des Postwesens übernahm und ausführen ließ. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war diese traditionelle Struktur dem lebhaften Postfuhrverkehr in Berlin nicht mehr gewachsen. 1874 wurde der Postfuhrbetrieb der Reichspost eingegliedert und einem neu gegründeten Postfuhramt übertragen.
Geschichte

Unmittelbarer Anlass für den Bau des Postfuhramtes war einerseits der mit dem zunehmenden Fuhrbetrieb anwachsende Bedarf von Pferden, andererseits die katastrophale Hygiene und die Baufälligkeit der alten Stallungen; im März 1874 verendeten dort zahlreiche Tiere. Zunächst baute man im Hof der geplanten neuen Anlage zwei zweigeschossige Ställe für insgesamt etwa 250 Pferde. Die unteren Etagen waren teilweise in den Boden eingelassen, die oberen über Rampen erreichbar. Als der Postbetrieb 1925 grundlegend modernisiert wurde, verschwanden diese Stallgebäude. Im Hof entstanden eine Ladestelle und eine Wagenhalle; beide wurden im Krieg zerstört.

Außer dem Postfuhramt beherbergte das Gebäude im Lauf der Zeit das Annahme-Postamt N 24, dessen Schalterhalle unter der hohen Kuppel hinter dem Hauptportal lag, die Paketausgabe des gegenüberliegenden Paketpostamtes, technische Anlagen der Berliner Stadtrohrpost, Teile des Fernsprechamtes 3, Unterrichtsräume der Post- und Telegrafenschule, die hier zwischen 1885 und 1905 untergebracht war, sowie mehrere Dienstwohnungen für Mitarbeiter der Post.

Der Postbetrieb wurde 1995 endgültig eingestellt. Zwischen 1997 und 2001 fanden in den Räumen des Postfuhramtes wechselnde Ausstellungen statt. Am 13. Juli 2005 meldete die Deutsche Post AG den Verkauf des Grundstücks an einen Investor von „internationalem Rang“,[1] dessen Identität man lange geheim hielt. Mitte 2006 wurde bekannt, dass es sich um den israelischen Investor Adi Keizman, Ehemann von Ofra Strauss, handelt.[2][3][4][5][6][7] Nach längerem Leerstand begann im Juni 2006 eine Zwischennutzung als Ausstellungsort für Architektur, Design und vor allem für Fotografie durch C/O Berlin, International Forum for Visual Dialogues. Der neue Eigentümer der Immobilie, die israelische Investorengruppe Elad, plante dort unter anderem ein Hotel und Wohnungen zu errichten. Mitte 2010 gab es dann Medienbeiträge über die Kündigung des Mietvertrag der Fotografiegalerie C/O Berlin.[9][10][11] Die Zwischennutzung durch die Fotogalerie sollte zum Ende des Jahres 2012 beendet werden.[12] Im August 2012 wurde bekannt, dass das Gebäude an Biotronik weiterverkauft wurde.[13]

Architektur
Nachdem die alte Bebauung abgetragen war, entstand zwischen 1875 und 1881 ein aufwändig gestaltetes Bauwerk für das neu geschaffene Amt. Der Generalpostmeister Heinrich von Stephan beteiligte sich an der Konzeption, der Architekt Carl Schwatlo, als Regierungs- und Baurat im Generalpostamt verantwortlich für zahlreiche Bauten der kaiserlichen Post, entwarf den Bau, die Bauleitung lag bei dem Postbaurat Wilhelm Tuckermann. Auf dem weitläufigen Eckgrundstück wurde ein dreigeschossiges Hauptgebäude errichtet, dessen zwei Flügel in der Oranienburger Straße und zum größeren Teil in der Tucholskystraße (bis 1951: Artilleriestraße) liegen. Die gelben Klinkerfassaden mit roten und blauen Schmuckelementen, mit Formsteinen, Gesimsen und Terrakotta-Ornamenten erinnern an Beispiele der oberitalienischen Frührenaissance. Das Hauptportal liegt in einer monumentalen Rundbogennische, die sich an der abgeschrägten Straßenecke über die ganze Höhe der Fassade erstreckt. Darüber erhebt sich ein achteckiger Turmaufsatz zwischen zwei kleinen Kuppeln – ein architektonischer Bezug zu den Kuppeln der nahe gelegenen Neuen Synagoge, die 1866 fertiggestellt worden war.

Zwölf Kinderfiguren mit unterschiedlichen Attributen des Postwesens auf Ornamentbändern zu beiden Seiten des Hauptportals symbolisieren die verschiedenen Bereiche der Post, die hier erstmals in einem Gebäude zusammengefasst waren. Auf dem Dach über dem Bogen des Hauptportals war ursprünglich eine allegorische Figurengruppe aus Sandstein angebracht; sie wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und 1953 abgebaut. Zwischen den Fensterbögen des Erdgeschosses zeigen 25 (von einst 26) Porträtmedaillons Persönlichkeiten, die sich seit der Antike bis ins 19. Jahrhundert um das Post- und Nachrichtenwesen verdient gemacht hatten – vom persischen König Darius bis zum Physiker Gustav Robert Kirchhoff. Auf der Hofseite des Gebäudeflügels an der Tucholskystraße ist das Terrakottarelief einer vierspännigen Postkutsche erhalten.

Das Postfuhramt erlitt im Zweiten Weltkrieg erhebliche Schäden. 1943 wurde der Gebäudeteil an der Tucholskystraße bei alliierten Luftangriffen durch Brand- und Sprengbomben beschädigt, 1944 brannte der Abschnitt an der Oranienburger Straße bis zum ersten Obergeschoss nieder. 1973 begannen erste, kleinere Wiederherstellungsarbeiten. Nach weiteren Arbeiten an verschiedenen Teilbereichen – die Hoffassade des Flügels an der Oranienburger Straße wurde stark vereinfacht wiederhergestellt – erfolgte schließlich zwischen 1986 und 1989 die Restaurierung des Eckgebäudeteils einschließlich Turm und Kuppeln.

aus: (visit link)


EN:
Postfuhramt (English: Mail Delivery Office), formally known as Kaiserliche Postfuhramt (English: Imperial Mail Delivery Office) is a historic building built in 1881 and located on Oranienburger Straße (English: Oranienburger Street) at the corner of Tucholskystraße (English: Tucholsky Street), in the Spandauer Vorstadt area of Mitte, Berlin. Since 1975, it has been a listed as a protected building (via Denkmalschutz).

From 2006 until 2012, the space hosted an art gallery and exhibitions. In 2012, the building was sold to Biotronik, a medical manufacturing company specializing in medical technology.

Pre-history
Starting in 1713, the property had historically been used by the Postilion, a long haul mail service and a forerunner to postal mail.[1] After 1766, a post office was located on the property with living quarters for the German royal postman and two multi-story horse stable wings.

In March 1874, many horses died due to hygiene issue with old stables. Additionally around this same time there was an increased demand for postal service as population and traffic grew in the area and as a result it was incorporated into the Reichspost and became part of the newly established Postfuhramt, under state management.

Postfuhramt early history
Architecture
Postfuhramt was built between 1875 and 1881.[2] The architect of the building was Carl Schwatlo, with assistance of Wilhelm Tuckermann, and the iron dome was designed by Johann Wilhelm Schwedler. It was created under the leadership of the postmaster general Heinrich Stephan. The building was designed in an Italian Renaissance Revival style (specifically Northern Italian-Lombard early Renaissance) with yellow clinker brick and highlighting tile in turquoise blue and terracotta red, and it's dome was designed with a Byzantine influence.[1][2][3] The three domes on the Postfhramt building were created to reflect on the architecture one block away, at the New Synagogue.

The exterior of the building is decorated with 26 terracotta busts of people associated with the postal service and communications sector and they are presented in chronological order.
Modernization and World War II

In 1925, all of the horse stables were removed in the process of modernization. The Postfuhramt housed a pneumatic tube mail system (German: Rohrpost), which was active in the ca. 1940s until 1976.

During World War II, the Postfuhramt suffered considerable damages. Air strikes hit the building and the side of the building facing Oranienburger Straße was burned down to the first floor. The building was threatened for demolition in the 1960s and 1970s. In 1973, a major renovation and restoration started on the structure. The building was used for postal service purposes until 1995.

Postfuhramt present–day
Between 1997 and 2001 changing public art exhibitions took place in the property of the Postfuhramt. In 1998–1999, the 1st Berlin Biennale was hosted at the Postfuhramt, as well as other locations in Berlin. In 2001, artist HA Schult created his work, Love Letters Building by covering the front of the Postfuhramt with hundreds of thousands of love letters.[9] The Berlinische Galerie was intended to occupy the building but they could not find financing for the building restoration needed.

In 2005, Israeli investor Adi Keizman, the husband of Ofra Strauss, bought the building from Deutsche Post for 13.5 million euros in hopes of converting the Postfuramt into an internationally known art space and partner with local galleries. After a period of vacancy, the first exhibition was held in summer 2006 with a partnership with C/O Berlin gallery. The gallery was given 26,910 square feet (2500 square meters) of exhibition space and was required to pay a "culture rent" and have a minimum number of paying customers to stay active in the space. However by 2012, the partnership with C/O Berlin officially ended, after a few deadline extensions.

By August 2012, the European manufacturer of medical technology, Biotronik purchased the building, without an explanation to the buildings future use.

from: (visit link)
The "Official Tourism" URL link to the attraction: [Web Link]

Hours of Operation:
7/24


Admission Prices:
free


Approximate amount of time needed to fully experience the attraction: Less than 15 minutes

Transportation options to the attraction: Personal Vehicle or Public Transportation

The attraction’s own URL: Not listed

Visit Instructions:

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