1778 - Kirche St. Marien - Bad Breisig - RLP - Germany
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N 50° 30.580 E 007° 17.906
32U E 379351 N 5596683
Quick Description: Kirche St. Marien in Bad Breisig
Location: Rheinland-Pfalz, Germany
Date Posted: 3/13/2017 9:50:56 AM
Waymark Code: WMV8AK
Published By: Groundspeak Premium Member saopaulo1
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Long Description:
DE: St. Marien (Niederbreisig)
Die katholische Pfarrkirche St. Marien (auch: Mariä Himmelfahrt) in Niederbreisig, einem Stadtteil von Bad Breisig, im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz, ist ein barocker Saalbau, der im Jahr 1725 fertiggestellt wurde. Sie zählt zu den Kulturdenkmälern in Bad Breisig. Die Kirche gehört zur Pfarreiengemeinschaft Breisiger Land im Bistum Trier.

Geschichte
Die erste schriftliche Erwähnung einer Pfarrkirche zu (Ober-)Breisig („ecciesia in brisiaco“) datiert von 1041. Das Patronatsrecht hatte das Stift St. Florin in Koblenz. In einem Vertrag vom 26. Juli 1311 legte der Kölner Erzbischof Heinrich II. fest, dass das Patronatsrecht zu „Brische“ gemeinsam von Koblenzer Florinsstift und dem Essener Stift auszuüben sei.
Erstmals wird im Jahr 1337 eine Kapelle in Niederbreisig erwähnt, die St. Nikolaus und St. Sebastian geweiht war. Sie war die Filialkapelle von St. Viktor (Oberbreisig). Zur Pfarrei Breisig gehörte neben der Pfarrkirche St. Viktor eine Kirche des Johanniterordens.
Die Essener Fürstäbtissin Anna Salome von Salm-Reifferscheidt, Landesherrin des Breisiger Ländchens, legte am 18. Mai 1654 den Grundstein zum Bau des heutigen Turmes, der aber erst 1718 vollendet wurde. Die Filialgemeinde errichtete in den Jahren 1718 bis 1725 Chor und Langhaus. Das neue Gotteshaus wurde am 6. Oktober 1727 vom Kölner Weihbischof Maria geweiht. Im Jahr 1786 wurde Niederbreisig zur eigenständigen Pfarrei erhoben.
Der Barockbau erfuhr in den 1880er Jahren eine Veränderung, als die Fenster Maßwerk mit buntem Glas erhielten und das mittlere Chorfenster zugemauert wurde. Am 20. September 1944 erlitt St. Marien Kriegsschäden; die Innenausstattung blieb aber bewahrt. Im Zuge der Renovierungsmaßnahmen wurden die Fenster in ihrer ursprünglichen Gestalt und mit hellem Glas wiederhergestellt. Eine umfassende Renovierung wurde im Jahr 2011 abgeschlossen.

Baubeschreibung
Wie der Vorgängerbau ist die heutige Hallenkirche nicht geostet, sondern bedingt durch die beengten Verhältnisse im alten Ortszentrum nach Südosten ausgerichtet. Als Architekt wird Philipp Honorius Ravensteyn, der Trierer Hofbaumeister, angenommen.
Der einschiffige barocke Saalbau ist fünfachsig und mit einem 5/8-Chorabschluss angelegt. Das ganz in Weiß gehaltene Gotteshaus zeichnet sich durch gotisierende Formen aus: außen der Kranz von Strebepfeilern, innen das Gewölbe mit Kreuzrippen und Schlusssteinen, dessen Gurtbögen von gekröpften Pilastern gestützt werden. Große rundbogige Fenster lassen ausreichend Licht in den Innenraum.
Wahrzeichen von Niederbreisig ist der markante Glockenturm an der Nordseite. Er hat einen quadratischen Grundriss und dient auch als Eingang. Das barocke Pilasterportal hat einen geschweiften Giebel und trägt im Türsturz die Jahreszahl 1718. Die Torhalle ist mit einem Kreuzgewölbe versehen. Eine doppelte Haube mit offener Laterne schließt den Turm ab, in dem drei Glocken hängen, von denen die älteste im Jahr 1400 gegossen wurde.
Seit 1977 schließt sich an der westlichen Seite als Erweiterungsbau ein Querschiff an, das durch zwei große Rundbögen mit dem Langhaus verbunden ist.

Ausstattung
Im Innenraum ist die Ausstattung aus der Barockzeit nahezu vollständig erhalten. Bei den hölzernen Einrichtungsgegenständen dominieren dunkle Brauntöne mit Vergoldungen.
Der dreiseitige Chorraum wird vom Hochaltar und den beiden kleineren Seitenaltären beherrscht, die alle aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts stammen. Der Hauptaltar ist dreistufig gestaltet. Über dem Tabernakel ist in der Mitte die Himmelfahrt Mariens als Skulptur dargestellt, und oben ein Dreifaltigkeitsrelief, das 1924 ergänzt wurde. Die zentrale Marienfigur wird links von Petrus, einem Engel und einer Figur mit Monstranz (1924) flankiert, rechts von Augustinus (1924), einem Engel und Paulus. Die Nebenaltäre zeigen die beiden Heiligen, denen der Vorgängerbau gewidmet war: der hl. Nikolaus und der hl. Sebastian. Auf dem großen Gemälde des linken Altars ist Maria Immaculata zu sehen, darüber Nikolaus mit Kindern, auf dem rechten Altar Sebastian als Märtyrer.

Die hölzerne Orgelempore (um 1740) ist mit Flachreliefs mit Rocaillen und Putten verziert. In der Mitte hebt sich die Statue der Hl. Katharina in einem Vorbau unter einem Rundbogen ab, die ein Wagenrad mit Eisenspitzen hält. Im Gegensatz zu den sonstigen dunklen Holztönen sind Empore und Kirchengestühl aus hellem Eichenholz angefertigt. Die Kirchenbänke mit ihren geschnitzten Wangen wurden um 1740 geschaffen, die Kommunionsbank mit reichen Schnitzereien im Jahr 1731.
Orgel
Innenwerk und der äußere Prospekt der Orgel haben je ihre eigene Geschichte. Eine erste Orgel wird 1817 erwähnt, die von der Pfarrkirche St. Martin in Cochem gebraucht erworben wurde und wahrscheinlich ursprünglich 1657 für das Kloster Marienberg bei Boppard gebaut worden war. Dieses Instrument verfügte über drei Register und wurde bereits im Jahr 1844 durch ein Werk mit 13 Stimmen hinter neugotischem Prospekt der Ibach Söhne (Barmen) ersetzt.
Im Jahr 1959/60 erfolgte durch die Orgelbauer Kreienbrink (Osnabrück) und Josef Klein (Westerwald) ein Erweiterungsumbau mit 25 Registern, der bedingt durch älteres und minderwertiges Material immer stärker reparaturbedürftig wurde.[7] Der prächtige Prospekt geht auf eine Orgel zurück, die Johann Friedrich Constabel und Ernst Berner, Bruder seines Schwiegersohn Johann Adam Berner, in den Jahren 1755 bis 1760 für die Lambertikirche in Aurich schufen. Vorbild war wohl die Wagner-Orgel in Trondheim. Nach einem Entwurf von David Benjamin Opitz aus Groden (Cuxhaven) fertigte der Kunsttischler Vogeler aus Jever den siebenteiligen Prospekt in typisch norddeutscher Manier an. Als man in Aurich eine neue Orgel plante, wurden der alte Prospekt und einige Gehäuseteile 1959 nach St. Marien verkauft. An den großen seitlichen Pedaltürmen ist reich gestaltetes Schnitzwerk („Orgelohren“) mit Rocaillen angebracht. In der Mitte befindet sich das Hauptwerk und das Oberwerk auf zwei Ebenen: Die mittleren Rundtürme und die Spitztürme werden durch rechteckige Flachfelder verbunden, die im Oberwerk zweigeschossig sind und von kleinen Spitztürmchen flankiert werden. Schleierwerk dient ebenfalls bei den Pfeifenfeldern unten und oben als Abschluss und als Bekrönung auf dem gesamten Gehäuse. Ein im Jahr 2004 gegründeter Orgelförderverein hat sich für den Neubau und seine Finanzierung engagiert, die Geschichte der Orgel erforscht und die Neukonzeption begleitet. Durch Spenden und Zuschüsse für Neubau und Restaurierung wurden bis zum Januar 2012 bereits 466.000 € aufgebracht, was etwa 80 % der Gesamtkosten entsprach.

Rowan West schuf 2011/12 den Orgelneubau, der klanglich dem barocken Äußeren entspricht. Dietrich Wellmer restaurierte den historischen Prospekt. Das neue Instrument ist dem Stil des norddeutschen Hochbarock verpflichtet und beinhaltet Register, die seit dem frühen 17. Jahrhundert in Nord- und Mitteldeutschland bekannt waren. Auch die Mensur und Intonation der Orgelpfeifen entspricht den Praktiken des norddeutschen Barock. Die Metallpfeifen wurden im Sandgussverfahren hergestellt. Die neue Orgel erklang zum ersten Mal in der Christmette am 24. Dezember 2011 und wurde von Weihbischof Jörg Michael Peters am 18. März 2012 geweiht.[9] Das Instrument verfügt über folgende Disposition mit 28 Registern:
I Hauptwerk C–f3
Quintadhena 16'
Principal 8'
Rohrflöte 8'
Octave 4'
Spitzflöte 4'
Quinte 3'
Superoctave 2'
Cornet III
Mixtur IV 11/3'
Trompete 8'
Vox Humana 8'

II Positiv C–f3
Gedeckt 8'
Quintadhena 8'
Viola da Gamba 8'
Unda Maris 8'
Octave 4'
Flaut Travers 4'
Nasat 3'
Gemshorn 2'
Sesquialtera II
Scharff IV 1'
Hoboy 8'

Pedal C–f1
Subbass 16'
Octavbass 8'
Octave 4'
Posaune 16'
Trompete 8'
Trompete 4'

(visit link)

EN: St. Marien (Niederbreisig)
The Catholic parish church of St. Marien in Niederbreisig, a district of Bad Breisig, in the district of Ahrweiler in Rhineland-Palatinate, is a baroque hall construction, completed in 1725. It belongs to the cultural monuments in Bad Breisig. The church belongs to the Pfarreitgemeinschaft Breisiger Land in the Diocese of Trier.

story
The first written mention of a parish church ("ecciesia in brisiaco") dates from 1041. Patronate law had the monastery of St. Florin in Koblenz. In a treaty dated July 26, 1311, the archbishop of Cologne, Heinrich II, stated that the right of patronage to "Brische" was to be exercised jointly by Koblenzer Florinsstift and the Essener Stift.
For the first time in 1337 a chapel in Niederbreisig was mentioned, dedicated to St. Nicholas and St. Sebastian. It was the branch chapel of St. Viktor (Oberbreisig). The parish church of St. Viktor belonged to the parish of Breisig, a church of the Order of St. John.
The Essenian prince-baptist Anna Salome of Salm-Reifferscheidt, landlady of the Breisiger Ländchen, laid the foundation stone for the construction of today's tower on May 18, 1654, but it was only completed in 1718. In the years 1718 to 1725, the local community built a choir and a longhouse. The new Gotteshaus was consecrated on 6th October 1727 by the Cologne auxiliary bishop Maria. In 1786 Niederbreisig was raised to an independent parish.
In the 1880s, the Baroque building undergone a change when the windows were covered with colorful glass and the middle Chorfenster was walled. On September 20, 1944 St. Marien suffered a war; But the interior was preserved. In the course of the renovations, the windows were restored in their original shape and with bright glass. A comprehensive renovation was completed in 2011.

Building Description
Like the predecessor, today's Hallenkirche is not exhausted, but due to the cramped conditions in the old town center aligned to the southeast. As an architect Philipp Honorius Ravensteyn, the Trier court architect, was accepted.
The single-nave baroque hall building is a five-storey building with a 5/8 choir section. The gothic shape of the church is characterized by gothic forms: the outside of the wreath of buttresses, the vault with cross ribs and the end stones, the arches of which are supported by cranked pilasters. Large round-arched windows allow enough light to enter the interior.
The landmark of Niederbreisig is the prominent bell tower on the north side. It has a square floor plan and also serves as an entrance. The baroque pilaster portal has a curving gable and carries the year 1718 in the door lintel. The gate hall is provided with a cross vault. A double hood with an open lantern closes the tower, in which hang three bells, the oldest being poured in 1400.
Since 1977, on the western side, an extension has been built, which is connected to the long house by two large arches.

equipment
The interior of the interior is almost completely preserved from the baroque period. Among the wooden furnishing items are dark brown tones with gilding.
The three-sided chancel is dominated by the high altar and the two smaller side altars, all of which date from the first half of the 18th century. The main altar has three levels. Above the tabernacle, the Ascension of Mary is depicted as a sculpture in the center, and a revelation of the Trinity, supplemented in 1924. The central figure of the Virgin is flanked on the left by Peter, an angel and a figure with Monstranz (1924), to the right of Augustine (1924), an angel and Paul. The side altars show the two saints to whom the predecessor was dedicated: St. Nicholas and the St. Sebastian. On the great painting of the left altar, Maria Immaculata can be seen, about it Nicholas with children, on the right altar Sebastian as a martyr.

The wooden organ mound (c. 1740) is decorated with flat reliefs decorated with seed beads and putti. In the middle stands the statue of St. Katharina in a stem under a circular arch, which holds a cartwheel with iron tops. In contrast to the other dark wood shades, the gallery and church chairs are made of light oak. The church benches with their carved cheeks were created around 1740, the communion bank with rich carvings in 1731.
organ
The inner workings and the outer brochure of the organ have their own history. A first organ is mentioned in 1817, which was purchased from the parish church of St. Martin in Cochem and was probably originally built in 1657 for the monastery of Marienberg near Boppard. This instrument had three registers and was already replaced in 1844 by a work with 13 voices behind the Neo-Gothic brochure of the Ibach Sons (Barmen).
In 1959/60 the organ builders Kreienbrink (Osnabrück) and Josef Klein (Westerwald) built an extension with 25 registers, which became more and more necessary for repairs due to older and inferior material. [7] The magnificent prospectus goes back to an organ created by Johann Friedrich Constabel and Ernst Berner, brother of his son-in-law Johann Adam Berner, between 1755 and 1760 for the Lambertian church in Aurich. The guild was probably the Wagner organ in Trondheim. According to a design by David Benjamin Opitz from Groden (Cuxhaven), the Kunsttischler Vogeler from Jever produced the seven-part brochure in a typical North German manner. When a new organ was planned in Aurich, the old prospectus and some housing parts were sold to St. Marien in 1959. On the large side pedal towers is richly designed carving ("Orgelohren") with rocaille attached. In the center is the main structure and the upper structure on two levels: the central circular towers and the pointed towers are connected by rectangular flat fields, which are two-storey in the upper part and flanked by small pointed towers. It also serves as a closure and as a crown on the entire housing. An organ donation association founded in 2004 has committed itself to the new building and its financing, researched the history of the organ and accompanied the new conception. Through donations and subsidies for new construction and restoration, € 466,000 had already been raised by January 2012, which was about 80% of the total costs.

Rowan West created the new building in 2011/12, which corresponds to the baroque exterior. Dietrich Wellmer restored the historical brochure. The new instrument is committed to the style of the North German High Baroque and includes registers that have been known since the early 17th century in northern and central Germany. The scale and intonation of the organ pipes also correspond to the practices of the North German baroque. The metal pipes were produced by sand casting. The new organ was first performed in Christmette on 24 December 2011 and was consecrated by Wei bishop Jörg Michael Peters on 18 March 2012. [9] The instrument has the following disposition with 28 registers:
I Head C-f3
Quintadhena 16 '
Principal 8 '
Pipe flute 8 '
Octave 4 '
Flute 4 '
Quinte 3 '
Superoctave 2 '
Cornet III
Mixtur IV 11/3 '
Trumpet 8 '
Vox Humana 8 '

II Positive C-f3
Covered 8 '
Quintadhena 8 '
Viola da Gamba 8 '
Anda Maris 8 '
Octave 4 '
Year of construction: 1778

Cross-listed waymark: [Web Link]

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