By using this site, you agree to its use of cookies as provided in our policy.

Bericht „Historischer Garten“ wurde offiziell eingeweiht - Andernach, RP, Germany
Posted by: Groundspeak Premium Member kaschper69
N 50° 26.428 E 007° 23.892
32U E 386258 N 5588831
Quick Description: Bericht "„Historischer Garten“ wurde offiziell eingeweiht" in Blick aktuell.
Location: Rheinland-Pfalz, Germany
Date Posted: 10/14/2019 3:38:31 AM
Waymark Code: WM11FD7
Published By: Groundspeak Premium Member Alfouine
Views: 1

Long Description:
[DE] "„Historischer Garten“ wurde offiziell eingeweiht

Wo einst jahrzehntelang mehr als 50 Meter hohe Silotürme der Mälzerei Weissheimer das Stadtbild prägten, blüht nun eine weitere hochwertige Grünanlage im Herzen der Stadt auf. Nach etwa eineinhalb Jahren Bauzeit wurde der „Historische Garten“ jetzt offiziell eröffnet. Auf einem 3200 Quadratmeter großen Teilstück des ehemaligen Weissheimer-Geländes haben Archäologen bedeutende Funde aus der Römerzeit und dem frühen Mittelalter entdeckt, die sich in den Garten integrieren. „Das ist ein Kernstück der Altstadtsanierung“, betonte Oberbürgermeister Achim Hütten in seiner Ansprache. Basierend auf Empfehlungen der archäologischen Denkmalpflege konnten die mittelalterlichen Keller und die mittelalterliche Stadtmauer auf römischem Fundament ohne Schutzbau konserviert und dauerhaft erhalten werden. Für die sonstigen Ausgrabungen, soweit diese aus römischer Zeit datieren wie beispielsweise eine römische Therme und mittelalterliche Keller, war jedoch eine Freiluftkonservierung auch mit entsprechender Schutzüberdachung nicht sinnvoll, weil die römischen Baustoffe schnell zerfallen wären. Deshalb empfahlen die Experten, die archäologischen Befunde durch Natursteinelemente wie beispielsweise Mauern und Pflanzen zu visualisieren und durch Informationstafeln und Medien näher zu erläutern. Dagegen konnten die mittelalterlichen Funde mit interessanten Einzelheiten wie ein Brunnenschacht, eine Latrine, Säule, Laufschiene und einer mittelalterlichen Schiebetür langfristig mit einem moderaten Kostenaufwand konserviert und in das Gesamtkonzept des Historischen Gartens einbezogen werden. Das Wesentliche bei der Gestaltung ist die Darstellung der historischen Gartenbaukultur– verbunden mit den historischen Ausgrabungen. Zudem wurde ein Schwerpunkt auf die Verwendung historischer Nutzpflanzen gelegt, womit bei dem von der Landschaftsplanerin Susanne Diewald gestalteten Garten eine Überleitung zur „Essbaren Stadt“ gelungen ist.

Bezug auf das Römertum durch Pflanzen und Wasserstellen

Bei der Pflanzenauswahl wurde gezielt auf Arten und Sorten zurückgegriffen, die zur Zeit der Römer und im Mittelalter bereits zur Verfügung standen. „Es werden dort also keine Kartoffeln oder Tomaten angebaut, denn die kannten die Römer damals noch nicht“, erklärte Hütten. Ein Laufbrunnen stellt hingegen einen Bezug zur trinkbaren Stadt Andernach her. „An solchen offenen Wasserstellen haben sich zur Römerzeit die Bewohner der Städte mit Trinkwasser versorgt“, erläutert Hütten. Heute können sich Besucher des Römergartens an dem von den Stadtwerken gesponserten Brunnen mit frischem Wasser versorgen. „Damit verfügt Andernach neben den Brunnen am Historischen Rathaus und am Ochsentor nun über drei öffentliche Wasserstellen“, betont Hütten. Im römischen Garten finden sich viele Rasenflächen, die durch auf 1,20 Meter hoch geschnittenen Hainbuchenhecken formale Strukturen zeigen. Die Wegeführung in den Mauern der Therme wurde hingegen mit blauem Lavendel eingefasst. Im römischen Gartenbereich ist als zentraler Baum eine Esskastanie (Castanea sativa) gepflanzt worden, die die Römer in historischer Zeit aus Südeuropa nach Deutschland eingeführt haben. Ferner strukturieren säulenförmige Elemente wie Wacholder und Dachplatanen das Gelände. Der Gartenbereich ist in einen östlich, höher gelegenen Bereich mit römischen Funden und einen westlich, tiefer gelegenen Bereich mit Mauerresten aus dem Mittelalter gegliedert. Sichtbar wird diese Höhenentwicklung durch die Böschung, die hier zwei Ebenen schafft. Gestalterisch betont und unterstrichen werden die historischen Elemente durch Verwendung von modernen, gradlinigen, glatten, puristisch nicht historisierenden Ausstattungselementen, wie beispielsweise dem Wasserbecken und der Beleuchtung, die sich damit von den archäologischen Befunden abgrenzen. Die Lage der elf archäologisch vorgefundenen Säulen wird durch Wacholder von säulenförmigem Wuchs demonstriert, und die Mauer durch eine gezielte Wegeführung und Bepflanzung präsentiert. Thematische Inhalte visualisieren Pflanzen mit spezifischen Farben, sodass beispielsweise das Hypocaust– eine römische „Fußbodenheizung“ durch rote Farbtöne als Wärmeassoziation dargestellt ist. Im mittelalterlichen Garten symbolisiert der Lindenbaum den klassischen Versammlungsbaum. Die Abgrenzung zur Kirchstraße hin bildet eine Wildrosenhecke. Von der Kirchstraße aus, gibt es auch einen behindertengerechten Zugang. Hier wurde die Castellmauer auf das Niveau der Gartenhauptachse auf gemauert.

Rund 1,5 Millionen Euro kostet das Projekt, das mit etwa 1,14 Millionen Euro aus dem städtebaulichen Entwicklungsprogramm Historischer Stadtbereich „Westliche Altstadt“ gefördert wurde. „Es bedarf Mut, um mit städtischem Geld so ein Projekt umzusetzen“, lobte Hütten die Ratsmitglieder. „Eine Investition in dieser Größenordnung mache sich jedoch bezahlt, wenn sie den Menschen in der Stadt zugutekommen“, betont der Stadtchef, dass dies beim Historischen Garten zweifelsfrei der Fall sei. Seinen Beobachtungen zur Folge, seien die Reaktionen der Besucher bisher durchweg positiv."

(visit link)

[EN] ""Historical Garden" was officially inaugurated

Where for decades more than 50 metre high silo towers of the Weissheimer malthouse once shaped the cityscape, another high-quality green area is now flourishing in the heart of the city. After about one and a half years of construction, the "Historical Garden" has now been officially opened. On a 3200 square metre section of the former Weissheimer site, archaeologists have discovered important finds from Roman times and the early Middle Ages which are integrated into the garden. "This is a core element of the old town redevelopment," emphasised Lord Mayor Achim Hütten in his speech. Based on recommendations from the archaeological preservation authorities, the medieval cellars and medieval city walls on a Roman foundation could be conserved and permanently preserved without a protective building. For the other excavations, as far as they date from Roman times, such as a Roman thermal baths and medieval cellars, an open-air conservation with an appropriate protective roof was not meaningful, because the Roman building materials would have decayed quickly. The experts therefore recommended visualising the archaeological findings with natural stone elements such as walls and plants and explaining them in more detail using information boards and media. On the other hand, the medieval finds with interesting details such as a well shaft, a latrine, a column, a running track and a medieval sliding door could be conserved at moderate cost in the long term and included in the overall concept of the Historical Garden. The essential aspect of the design is the presentation of the historical horticultural culture combined with the historical excavations. In addition, a focus was placed on the use of historical useful plants, with which the garden designed by landscape planner Susanne Diewald succeeded in creating a transition to the "edible city".

Reference to Roman times through plants and water points

In the selection of plants, specific reference was made to species and varieties that were already available at the time of the Romans and in the Middle Ages. "No potatoes or tomatoes were cultivated there, because the Romans did not yet know them," explained Hütten. A fountain, on the other hand, makes a reference to the drinkable town of Andernach. "In Roman times, the inhabitants of the cities supplied themselves with drinking water at such open water points," explains Hütten. Today, visitors to the Roman Garden can obtain fresh water from the well sponsored by the municipal utilities. "Andernach now has three public water points in addition to the fountains at the Historical Town Hall and the Ochsentor," Hütten emphasises. In the Roman garden there are many lawns which show formal structures through hornbeam hedges cut 1.20 metres high. The pathways within the walls of the spa, on the other hand, are framed with blue lavender. In the Roman garden, a chestnut tree (Castanea sativa) has been planted as the central tree, which the Romans imported to Germany from Southern Europe during historical times. Column-shaped elements such as junipers and roof plane trees also structure the site. The garden area is divided into an eastern, higher area with Roman finds and a western, lower area with remains of medieval walls. This height development becomes visible through the embankment, which creates two levels here. The historical elements are emphasised and underlined by the use of modern, straight-lined, smooth, puristically non-historic elements, such as the water basin and the lighting, which thus set themselves apart from the archaeological features. The location of the eleven archaeologically found columns is demonstrated by junipers of column-shaped growth, and the wall is presented by a targeted path and planting. Thematic contents visualize plants with specific colors, so that, for example, the hypocaust - a Roman "underfloor heating" is represented by red colors as a heat association. In the medieval garden, the lime tree symbolizes the classical assembly tree. A wild rose hedge forms the boundary to the Kirchstraße. From the Kirchstraße, there is also a handicapped accessible entrance. Here the Castellmauer was bricked up to the level of the main garden axis.

The project costs around 1.5 million euros and was supported with around 1.14 million euros from the urban development programme "Historical Urban Area Western Old Town". "It takes courage to implement such a project with municipal money," Hütten praised the council members. "An investment of this magnitude would, however, pay off if it benefited the people in the city," the city boss emphasised, pointing out that this was undoubtedly the case with the Historical Garden. According to his observations, the reactions of the visitors have so far been consistently positive."

Translated with Deepl Translator
Type of publication: Newspaper

When was the article reported?: 10/14/2019

Publication: Blick aktuell

Article Url: [Web Link]

Is Registration Required?: no

How widespread was the article reported?: local

News Category: Entertainment

Visit Instructions:
Give the date of your visit at the news location along with a description of what you learned or experienced.
Search for...
Geocaching.com Google Map
Google Maps
MapQuest
Bing Maps
Trails.com Maps
Nearest Waymarks
Nearest News Article Locations
Nearest Geocaches
Nearest Benchmarks
Nearest Hotels
Create a scavenger hunt using this waymark as the center point
Recent Visits/Logs:
There are no logs for this waymark yet.