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Jesuitenkirche Koblenz, Rhineland-Palatinate, Germany
Posted by: Groundspeak Premium Member kaschper69
N 50° 21.622 E 007° 35.923
32U E 400328 N 5579637
Quick Description: The Jesuit Church of St. John the Baptist, now known as City Church, is a daughter church of the Catholic parish of St. Kastor in Koblenz.
Location: Rheinland-Pfalz, Germany
Date Posted: 9/15/2016 3:34:41 AM
Waymark Code: WMT2MN
Published By: Groundspeak Premium Member lumbricus
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Long Description:
[DE] "Die Jesuitenkirche St. Johannes der Täufer, heute auch Citykirche genannt, ist eine Filialkirche der katholischen Pfarrei St. Kastor in Koblenz. Sie steht an der Stelle der 1944 zerstörten Kirche aus dem 17. Jahrhundert am Jesuitenplatz neben dem ehemaligen Jesuitenkolleg, in dem heute das Koblenzer Rathaus untergebracht ist. Der Patron der Kirche ist Johannes der Täufer.
Die Jesuitenkirche ist Teil des südlich angrenzenden Baukomplexes des ehemaligen Jesuitenkollegs und -klosters. Im 13. Jahrhundert war in diesem Bereich der Stadt das Zisterzienserinnenkloster St. Maria in der Lehr gegründet worden, das an der Stelle der heutigen Kirche einen gotischen Bau errichtete. 1580 versetzte der Trierer Erzbischof Jakob von Eltz die Ordensfrauen zwangsweise auf die Insel Niederwerth, da er die Klosterbauten den Jesuiten übergab, um mit der Ansiedlung dieser Klerikergemeinschaft die Gegenreformation bzw. die Reformen des Trienter Konzils in seinem Erzbistum zu forcieren. Die Jesuiten übernahmen zunächst die Zisterzienserinnenbauten. Anfang des 17. Jahrhunderts brachen sie die gotische Kirche bis auf den Chor ab und bauten eine neue Kirche. Zwischen 1588 und 1701 erfolgten die noch bestehenden Neubauten für Kolleg und Kloster. In diesen Bauten ist seit 1895 das Rathaus der Stadt Koblenz untergebracht. Nach Auflösung des Jesuitenordens 1773 wurde die Kirche Filiale von St. Kastor, der Gottesdienst wurden jedoch weiterhin meist von ehemaligen Jesuiten gehalten, die als Lehrer des Görres-Gymnasium (Koblenz) tätig waren. 1852 kehrten kehrten die Jesuiten nach Koblenz zurück und übernahmen wieder die Kirche und einen Teil des ehemaligen Klosters, mussten sie aber in Folge des Kulturkampfes schon 1872 wieder verlassen. Erst 1918 konnten sie sich wieder ansiedeln.
Die Jesuitenkirche wurde von 1613 bis 1617 nach dem Vorbild der Petrikirche in Münster errichtet. Sie war eine dreischiffige sechsjochige Säulenbasilika mit Emporen über den Seitenschiffen, einer Westempore sowie prächtigen Sterngewölben. Der gotische und polygonal geschlossene Langchor der Vorgängerkirche schloss den Bau nach Osten ab. Der ältere Chor wurde in den 1720er Jahren eingewölbt. Die Architekturformen waren der längst nicht mehr aktuellen Gotik entlehnt, moderne Renaissanceformen fand man vor allem am Außenbau. 1850 erhielt die bis dahin turmlose Kirche einen Dachreiter hinter dem Westgiebel, der 1883 durch einen Brand zerstört, dann aber wieder aufgebaut wurde. Eine prachtvolle Barockausstattung die größtenteils von Ordensmitgliedern angefertigt worden war, gab dem Innenraum bis 1944 einen besonderen Reiz.
Bei den Luftangriffen auf Koblenz wurde die Jesuitenkirche 1944 weitestgehend zerstört. Die wiederaufbaufähige Ruine wurde nach langer Diskussion im damaligen Bauverein 1956 abgerissen und 1958–1959 durch einen Neubau nach Plänen von Gottfried Böhm ersetzt. Die barocke Sakristei mit ihrer originalen Ausstattung und die Westfassade blieben erhalten. Auch wenn heute die Zerstörung und der anschließende Abbruch des barocken Baues häufig bedauert wird, ist die neue Kirche doch ein bedeutendes Denkmal der Nachkriegsarchitektur. Die letzten Jesuiten verließen 2003 Koblenz, im Juni 2004 übernahmen die Arnsteiner Patres die Kirche.
Der heutige Kirchenbau ist ein dreischiffiger Längsbau mit Polygonalchor und übernimmt mit seiner Architektur Grundstrukturen der zerstörten Vorkriegskirche. Der Bau entstand 1958 bis 1959 nach Plänen des bedeutenden Kirchen-Architekten Gottfried Böhm (Köln). Er übernahm vom Vorgängerbau die erhaltene Westgiebelfassade von 1617 mit dem großen Radfenster und dem in Renaissanceformen gestalteten Hauptportal, das mit dem benachbarten Jesuitenkolleg den Jesuitenplatz entscheidend mitbestimmt. Dieses reich geschmückte rundbogige Westportal besitzt korinthische Säulenpaare mit dazwischen liegenden, heute leeren Figurennischen. Über dem Gebälk mit einem Chronogramm von 1617 ist ein zweigeschossiger geschweifter Aufsatz mit dem Titelheiligen Johannes der Täufer angebracht. Seitlich von ihm stehen die Jesuitenheilige Ignatius von Loyola und Franz Xaver, in der Giebelspitze der heilige Michael. Über dem Portal wurde die Maßwerkrose 1959 erneuert, links davon befinden sich ein steinernes Kruzifix aus dem 16. Jahrhundert. Der Innenraum ist bestimmt von Beton und Gussstein mit einem einfachen kubischen Aufbau. Das Mittelschiff und der Chor sind von glatten Wänden eingefasst, darüber ein steiles hölzernes Giebeldach.
Zur im Zweiten Weltkrieg geretteten Ausstattung gehören zahlreiche Schlusssteine des 17. Jahrhunderts, eine Pietà aus dem 15. Jahrhundert und zwei Weihwasserbecken. Die prachtvolle Sakristeitür sowie die Möblierung und der Deckenstuck der Sakristei aus der Erbauungszeit haben die Kriegszerstörungen überlebt und zeugen ebenso wie in den Neubau integrierte Sandsteinpfeiler und Schlusssteine noch vom ehemaligen Reichtum der untergegangenen Klosterkirche. Zur modernen Ausstattung gehören die 1959 von Edith Peres-Lethmate (Koblenz) geschaffenen Kunstwerke der Dreifaltigkeitsgruppe über dem ehemaligen Hochaltar und der Kreuzwegstationen von 1959, ebenso die Glasfenster von Jakob Schwarzkopf aus dem Jahr 1962 und die Rosenlaube von Evert Hofacker für die Pietà. Links neben der Kirche ist ein Glockenspiel angebracht, das anlässlich der 2000-Jahre-Feier von Koblenz von einem katholischen Leseverein gespendet wurde.
Die Jesuitenkirche ist ein geschütztes Kulturdenkmal nach dem Denkmalschutzgesetz (DSchG) und in der Denkmalliste des Landes Rheinland-Pfalz eingetragen. Sie liegt in Koblenz-Altstadt am Jesuitenplatz 2.
Seit 2002 ist die Jesuitenkirche Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal."

[EN] "The Jesuit Church of St. John the Baptist, now known as City Church, is a daughter church of the Catholic parish of St. Kastor in Koblenz. She stands on the site of the 1944 ruined church from the 17th century at the Jesuit square next to the former Jesuit College, where the Koblenz City Hall is housed today. The patron of the church is John the Baptist.
The Jesuit Church is part of the south adjacent building complex of the former Jesuit College and -Klosters. In the 13th century in this area of ??the city, the Cistercian monastery of St. Mary was founded in the teaching, erected a Gothic building on the site of the present church. 1580 said the Archbishop of Trier Jakob von Eltz the nuns forced to the island Niederwerth because he gave the monasteries the Jesuits in order to accelerate the establishment of these clerics Community the Counter-Reformation and the reforms of the Council of Trent in his archdiocese. The Jesuits took over first the Zisterzienserinnenbauten. Early 17th century they broke the Gothic church from up on the chorus and built a new church. Between 1588 and 1701 made the remaining newbuildings for college and monastery. In these buildings, the Town Hall of Koblenz has been housed since 1895th After dissolution of the Jesuit order in 1773, the church branch of St. Kastor, the service, however, were still mostly held by former Jesuit who worked as a teacher of Görres-Gymnasium (Koblenz). 1852 returned returned the Jesuits to Koblenz back and again took over the church and a part of the former convent, but they had to leave as a result of the Kulturkampf in 1872 again. Only in 1918 they were able to resettle.
The Jesuit church was built from 1613 to 1617 on the model of St. Peter's Church in Münster. She was a three-aisled basilica with galleries sechsjochige pillars above the aisles, a western gallery and magnificent stellar vaults. The Gothic and polygonal closed long chorus of previous church completed construction to the east. The senior choir was vaulted in the 1720s. The architectural forms were borrowed from the no longer current Gothic, modern Renaissance forms were found primarily on the exterior. 1850 received hitherto towerless Church a ridge turret behind the west pediment, which was destroyed in 1883 by a fire, but then rebuilt. A magnificent baroque interior which was largely made by members of the Order, gave the interior until 1944 a special charm.
The air raids on Koblenz Jesuit Church 1944 largely destroyed. The reconstructive capable ruin was demolished after a long discussion in the former Building Association in 1956 and 1958 to 1959 replaced by a new, designed by Gottfried Böhm. The baroque sacristy with its original furnishings and the west facade were preserved. Although today the destruction and the subsequent demolition of the baroque building is often regrets the new church is still an important monument of post-war architecture. The last Jesuit left 2003 Koblenz, in June 2004, took over the Congregation of the Sacred Hearts of Jesus and Mary Church.
The present church is a three-aisled longitudinal building with polygonal and accepts its architecture basic structures of the destroyed pre-war church. The building was constructed from 1958 to 1959 to plans by the major churches architect Gottfried Böhm (Cologne). He took over from predecessor the resultant west gable facade from 1617 with the big rose window and decorated in Renaissance style main portal that the Jesuitenplatz influenced decisively with the adjacent Jesuit College. This richly decorated round-arched west portal has Corinthian columns couples with intervening, now empty niches FIG. Over the entablature with a chronogram 1617 a two-storey curly paper entitled St. John the Baptist is attached. Side of him are the Jesuit Saint Ignatius of Loyola and Francis Xavier, in the gable of the holy Michael. Above the portal the Maßwerkrose 1959 renewed, left of it there is a stone crucifix from the 16th century. The interior is dominated by concrete and cast stone with a simple cubic structure. The nave and choir is surrounded by smooth walls, over a steep wooden gable roof.
For rescued during World War II facilities include numerous keystones of the 17th century, a Pietà from the 15th century and two Stoup. The magnificent sacristy door and the furniture and the ceiling moldings the sacristy from the time it was built have survived the ravages of war and evidence as well as in the construction of integrated sandstone pillars and keystones yet the former wealth of the defunct monastery church. Modern facilities include the 1959 by Edith Peres-Lethmate (Koblenz) created works of art of the Trinity Group over the former high altar and the Stations of the Cross from 1959, as the glass windows of Jacob Schwarzkopf in 1962 and rose bower of Evert Hofacker for the Pietà. To the left of the church chimes attached, which was the occasion of the 2000 anniversary celebration of Koblenz donated by a Catholic reading club.
The Jesuit church is a protected cultural monument after Denkmalschutzgesetz (DSchG) and entered in the list of monuments of Rheinland-Pfalz. It is located in Koblenz-Altstadt on Jesuitenplatz. 2
Since 2002, the Jesuit church part of the UNESCO World Heritage Upper Middle Rhine Valley."
Wikipedia Url: [Web Link]

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